Die große Stimme der Indianer Nordamerikas -
Grammy-Preisträgerin Joanne Shenandoah folgt ihrer Bestimmung
Ihre Musik ist magisch und vermag es, Zuhörer in Trance zu versetzen. Die Grammy-Gewinnerin Joanne Shenandoah (Oneida Nation, USA) ist die große Stimme der indianischen Ureinwohner Nordamerikas. Bei den 19. Karl-May-Feststagen in Radebeul entführt die zahlreich ausgezeichnete Musikerin das Publikum mit ihrem Gesang und ihren Melodien in die Welt ihrer Vorfahren.
Doch der Weg zur Musik war für Joanne Shenandoah von Umwegen geprägt. Nachdem sie 14 Jahre lang in der Computerindustrie arbeitete, entschied sie sich 1989, zu ihren Wurzeln und zu ihrer Bestimmung zurückzukehren. "Damals beobachtete ich von meinem Bürofenster aus, wie dort 200 Jahre alte Bäume gefällt wurden. Ich war im wörtlichen Sinne entwurzelt und wusste, dass ich meiner Verantwortung in dieser Welt nicht nachkam - nämlich zu singen."
Auch ihrem indianischen Namen nach war und ist Joanne Shenandoah für die Musik vorbestimmt: Tekalihwa Kwah bedeutet in der deutschen Übersetzung "sie singt".
Joanne Shenandoahs Repertoire umfasst neben traditioneller irokesischer Musik auch Country, Folk, Rock und Gospel. Sie spielte mit renommierten Musikern wie Neil Young, Rita Coolidge, Kris Kristofferson und Bruce Cockburn und gab Konzerte in der Carnegie Hall, im Weißen Haus und beim Festival Woodstock '94.
Die Musikerin erhielt 2006 den Grammy (Best Native American Music Album) für ihren Song "Mother Earth" auf dem Album "Sacred Ground". Sie gewann zudem zahlreiche Native American Music Awards: Unter anderem wurde sie 1998 und 1999 als beste weibliche Künstlerin ausgezeichnet, und 2007 erhielt sie den Lifetime Achievment Award für ihr beeindruckendes musikalisches Lebenswerk. Ihre bisher veröffentlichten 15 Alben, auf denen sie in ihrer Muttersprache und auf Englisch singt, geben einen weiteren Beweis für ihre Bestimmung als begnadete Musikerin.
Joanne Shenandoah tritt beim Höhepunkt der Karl-May-Festtage, der "Nacht der magischen Stimmen", am Samstagabend (15. Mai, 21 Uhr) auf - gemeinsam mit den Sängern Wade Fernandez (Menominee, USA) und Dennis Shorty (Kaska, Kanada). Mit ihrem Ehemann Doug George Kanentiio (Mohawk, USA) wird Joanne Shenandoah außerdem beim Pow Wow am "Hohen Stein" am Samstag und Sonntag zu erleben sein, wenn sie die Zuhörer mit Gesang und Geschichten in die Geheimnisse indianischer Mythen einweiht. Joanne Shenandoahs lässt mit ihrer Stimme alle Zuhörer an der Magie des Lebens und ihrer Bestimmung teilhaben.