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Der Stammesrat der "Matawa First Nations" mit ihren zehn dazu­gehörenden Gemeinschaften der Ojibway und Cree First Nations hat Dwayne Frost (Cree, Kanada) zum Schirmherren der 19. Karl-May-Festtage ernannt. Vom 7. bis zum 14. Mai entsteht unter seiner Leitung ein Monumentalbild an der Felswand am Hohen Stein:

"Ich freue mich, bei den diesjährigen Karl-May-Festtagen Schirm­herr zu sein. Die Festtage in Radebeul sind für mich zu einem wichtigen Jahreshöhepunkt geworden. Bereits zum vierten Mal setze ich meine künstlerischen Visionen zum Thema der Festtage in einem Wandbild am Hohen Stein um.
Wir Cree-Indianer glauben, dass es im Leben einen natürlichen Fluss aller Dinge gibt und einen Kreis des Lebens mit vier Farben. Jede dieser Farben im Lebenskreis nimmt den gleichen Raum ein wie alle anderen. Alle existieren gleichberechtigt.  Aus dieser Harmonie des Lebenskreises kommt der Geist des Liedes.
Wenn wir singen, beten wir auf unsere eigene Weise zum - wie wir ihn nennen - Schöpfer. Der Schöpfer ist in allem, was man sieht, riecht, berührt, schmeckt und er ist im Menschen selbst. Die Kunst des Singens ist eine Sprache, die jeder versteht. Sie ist frei von Barrieren und sie verbindet Menschen. Das Singen von Liedern heilt den Geist und bringt tiefe Gefühle hervor. Mit diesen Ge­fühlen in uns sind wir alle gleich.
Mein Wandbild zeigt einen Büffel, der sich für uns bei unserer Jagd opfert, so dass wir essen und unsere Körper und Geister nähren können. Wir ehren sein Opfer durch ein Gebet. Wenn man betet, lernt man, alle Dinge zu verstehen und zu akzeptieren und einen tieferen Sinn des Lebenskreises zu finden.
Der Geist des Singens ist ein Teil des Lebensflusses. Ohne das Singen, ohne Lieder, ohne Kunst kann es kein Leben geben. Der Geist des Singens ist im Wind. Wir können den Wind zwar nicht sehen, aber wir wissen, dass es ihn gibt, weil wir ihn spüren."

Dwayne Frost
 

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