Liebe Radebeulerinnen und Radebeuler, werte Gäste der Karl-May-Festtage,
Musik ist seit alters her ein Gefährte des Menschen, ihr wahrer Ursprung aber liegt für uns verborgen im Dunkel der Zeit. Musik führt und begleitet uns durch das ganze Leben - bei Zeremonien, Ritualen, Feiern und Festen ist sie wesentlich und unverzichtbar. Gesang und Melodien haben für viele Völker der Welt eine göttliche Herkunft, weshalb die Sänger und Musiker unter ihnen meist besonders verehrte Personen sind.
Auch die nordamerikanischen Indianer, die Karl May so lebendig in seinen Büchern beschrieb, verstehen Gesang als ein Geschenk von Geistern und Göttern. Die Kraft und Würde dieser indianischen, magischen Stimmen können Sie, hochgeschätztes Publikum, bei den diesjährigen 19. Karl-May-Festtagen kennen lernen. Mit Stargast und Grammy-Preisträgerin Joanne Shenandoah erleben Sie dabei die große Stimme der nordamerikanischen Indianer. Lassen Sie sich entführen in diese geheimnisvolle Welt, als Mensch und Musik zueinander fanden.
Den musikalischen Wandel der Zeit spüren Sie beim Bluegrass- und Country-Festival: Mit Banjo, Bass und Akkordeon sorgen ebenso kraftvolle Stimmen für die richtige Cowboy- und Wild-West-Stimmung.
Drei erlebnisreiche Tage im Zeichen von May und Magischen Stimmen wünscht Ihnen
Bert Wendsche, Oberbürgermeister Radebeul
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Karl-May-Freunde,
aus Anlass des 150. Geburtstages des großen Abenteuerschriftstellers wurden die Karl-May-Festtage Radebeul 1992 aus der Taufe gehoben.
Als Mitglied des Kuratoriums der Karl-May-Stiftung und durch mein Bekenntnis zum Werk des Schriftstellers Karl May war es für mich eine große Ehre, die Schirmherrschaft dieser Karl-May-Festtage zu übernehmen. Die Begegnung der Kulturen ist der gedankliche Ansatz dieses Festes, für das der sächsische Schriftsteller mit seinem Werk eine ideale Grundlage bietet. Generationen von jungen Deutschen und Angehörige vieler anderer Nationen sind seiner Phantasie auf ihrer Reise in ferne Länder gefolgt. Sein Spätwerk, in dem er zu Frieden und Völkerverständigung mahnt, gehört zum Wertvollsten, was die deutsche Literatur hervorgebracht hat. Angesichts zweier Weltkriege und der Kriege der Gegenwart ist diese Stimme aktuell geblieben. Wenn am Sonntag die Friedenspfeife zur Sternreiterparade übergeben wird, sollte auch daran zu denken sein. Ich wünsche Ihnen viel Freude mit einem attraktiven und unvergesslichen Programm.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtags